Muss ich immer Leistung bringen?

SPLASH!!!

Tomatensauce überall, sie ist richtig an Tür und Wänden hochgespritzt.

“Oooh weh!”, kommentiert die zweijährige Kolibri auf meinem Arm.

In mir toben die Vorwürfe: “Warum musst du auch immer alles auf einmal,… Du hättest auch um Hilfe bitten können!… Oder weniger tragen. Nur der heiße Topf hätte ja völlig gereicht!…Aber dann noch Schneeanzug, Schuhe, Kind,…Was soll das denn?”

Dann der Gedanke: Dein Innen spiegelt sich im Außen.

Tatsächlich, ich lache laut auf.

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Und was sagen die Leut´?

Täglich wurde in meiner Kindheit beim Mittagessen das Lexikon zu Rate gezogen. Wir kamen zusammen, unterhielten uns über alles Mögliche und mindestens einmal sprang mein Papa auf um sich aus den 24 Bänden das Richtige heraus zu greifen und nachzuschlagen. Heute ist es eigentlich ähnlich nur dass eben mit der Suchmaschine im Internet gesucht wird. 
Aus diesem Nachschlagen entwickelten wir ein lustiges Spiel, das ich euch hier beschreiben möchte. Ich würde mich freuen wenn ihr damit soviel Freude habt, wie wir es hatten und haben werden wenn unsere Kinder älter sind. 
Seid ihr mindestens drei Spieler, kann es losgehen. Je mehr, desto besser. Vielleicht kennt ihr Dixit, das Spiel geht ähnlich: Einer sucht aus einem Lexikon oder auch Wikipedia ein Fremdwort aus, von dem er denkt, dass es niemand kennt. 
Er nennt seinen Mitspielern das Wort und schreibt die Erklärung des Wortes auf einen Zettel. Außerdem schreibt jeder Mitspieler eine selbsterfundene Definition des Wortes auf einen Zettel. Sie sollte sich von der Formulierung her anhören, als würde sie einem Lexikon entstammen. 
Wer fertig ist, gibt seinen Zettel an den, der das Wort ausgesucht hat. 
Dieser liest nun die Erfundenen und die richtige Definition in selbstgewählter Reihenfolge vor. 
Alle raten gleichzeitig welche die richtige Definition ist. Dies könnte wie bei Dixit durch kleine Zettel gemacht werden, auf die man die Zahl der vorgelesen Reihenfolge schreibt. Oder wie bei Schere, Stein, Papier mit Anzahl der Finger, die alle auf ein Kommando anzeigen. 
Nun werden Punkte vergeben. Wird deine Definition für die Richtige gehalten, bekommst du einen Punkt. Rätst du die richtige Definition bekommst du ebenfalls einen. 

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Tandemstillen – Die größte Milchschnitte der Welt!

  1. „Mama, du bist die größte Milchschnitte der Welt!“
    Der Spruch kam gestern von unserem sechsjährigen Sohn, als er über das Tandemstillen seiner zwei jüngeren Geschwister (knapp zwei und fast drei Jahre alt) nachdachte.
    Ihm gegenüber habe ich oft ein schlechtes Gewissen deswegen, wenn wir ohne ihn kuschelnd, die Kleinen an mir nuckelnd, auf dem einen Sofa liegen und er auf dem anderen sein Hörbuch hört.
    Seit ich vormittags wieder arbeite ist es noch krasser geworden: Ich komme nach Hause, wo die drei mit dem Papa ihren Vormittag verbracht haben und die zwei kleinen Vampire stürzen sich auf meine Brüste.
    „Mama Milch dinken!!!“
    Manchmal merke ich dann erst beim Stillen, dass ich unseren Großen nicht einmal begrüßt habe.
    Ihn habe ich 15 Monate lang gestillt. Damals war die Stilldauer für uns alle ok. Denn ich bin arbeiten gegangen, habe sehr abgenommen durch die Doppelbelastung und mein Mann war dann auch ganz schnell die Hauptbezugsperson. Das wäre wohl nicht so schnell gegangen, wenn ich weiter gestillt hätte.
    Nun, als ich zu arbeiten begonnen habe, habe ich sehr überlegt ob ich abstillen soll. Allerdings wurde das Stillen für die beiden Kleinen auch noch viel wichtiger als vorher seit ich arbeite.
    Es ist für sie einfach Mama-Tanken.
    Die Zeit die ich nicht da bin ist für sie schwer und durch die Nähe, die wir beim Stillen haben holen sie es nach.
    Zuerst dachte ich es ist für mich körperlich nicht machbar weiter zu stillen. Ich habe wieder sehr abgenommen und manchmal musste unser Mittlerer zwei bis drei Stunden am Nachmittag nuckeln um wieder genug Mama zu tanken. Abwechselnd mit der Kleinen oder auch beide gleichzeitig.
    Das war für mich sehr zehrend!
    Bis ich dann auf die Lösung kam. Einerseits habe ich mir sehr gute, qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung gegönnt. Auch das Aufbaumittel von Stadelmann hilft mir gut. Andererseits esse ich voller Freude rießige Mengen.
    Und den Druchbruch schaffte dann tatsächlich die Änderung meiner inneren Haltung! Ich tauschte die Kopfstimme, die innerlich meckerte, dass die Kleinen mich aussaugen, dass sie aufhören sollen, dass ich das nicht möchte, ein gegen liebevolle, beobachtende, genießende Aufmerksamkeit. Ich begann die Kleinen zu streicheln, ihnen liebe Worte zuzuflüstern, komplett aktiv zu stillen. Vorher hatte ich mich oft abgelenkt mit Handy oder Buch. Nun kam ich im Moment an, war achtsam, eine Still-Meditation. Und das machte einen riesigen Unterschied!
    Unsere Stillzeiten verkürzten sich drastisch und unser Mittlerer verkraftete es besser, dass ich wegging. Ich habe dazu auch ein Video aufgenommen, das findest du hier.
    Insgesamt würde ich jederzeit wieder Tandemstillen! Damals als ich so schnell wieder schwanger war (nach fünf Monaten) und meine wunderbare Hausgeburtshebamme mich auf die Idee brachte, war ich bis zur Geburt unsicher ob ich das schaffen kann und ob es für uns stimmt. Ich hatte große Angst davor, wie es werden würde. Kann unser Mittlerer seine geliebten Brüste teilen? Würde mein Körper den Beiden genug bereitstellen können?
    Aber unsere Hebamme ermutigte mich. Sie kannte Mütter, die Tandemstillten. Sie beruhigte mich, dass mein Körper immer nach dem Kleinsten gehen würde. Es kann nicht zu wenig bekommen, eher würde in der Schwangerschaft keine Milch mehr produziert werden. So war es auch, doch Mikamaus-unser Mittlerer nuckelte munter weiter. Es war ihm so wichtig. Ich konnte ihn immer weniger tragen und er lernte zum Glück früh laufen.
    Auch war ihre Aussage, dass das Kolostrum oder insgesamt die Qualität der Milch immer nach dem Kleinen gemacht würde und die Quantität dann vom Großen.
    Und so war es. Kurz nach der Geburt floß die Milch in Strömen und Mikamaus war darüber so glücklich, dass er eine Zeitlang fast nichts mehr zusätzlich aß.
    Er liebte seine kleine Schwester so intensiv wie wir alle aus der Familie. Er freute sich uneingeschränkt darüber, dass sie da war und teilte ganz selbstverständlich „seine“ Brüste mit ihr.
    Als sie einmal nachts weinte und ich sie erst einmal abhielt, bedeutete er mir verschlafen, mit seinen wenigen Worten, ich solle sie doch an die Brust nehmen um sie zu beruhigen. Er selbst legte sich dann zufrieden hin und schlief weiter, als sie ruhig wurde.
    Falls du in die Situation kommen solltest, trau dich ruhig Tandem zu stillen! Es ist ein großes Abenteuer, aber es lässt dich innerlich wachsen und gibt dir so viel zurück! Kümmere dich um deinen Körper, sei liebevoll zu euch dreien oder vieren, oder whatever wie viele…
    Mittlerweile macht es mir auch in der Öffentlichkeit nichts mehr aus. Da wächst man wirklich rein.

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Kindergartenfrei – mein erster Gastartikel!!!

Juhuu, ich habe meinen ersten Gastartikel geschrieben. Er hat “kindergartenfrei” zum Thema und ist auf dem Blog “Mamazeiten” zu finden.

Ich möchte ihn dir hier auf meinem Blog nicht vorenthalten und kopiere ihn hier hinein.

Unten ist auch “Mamazeiten” verlinkt, denn der Artikel war der Auftakt zu einer wundervollen, vielseitigen Reihe über Kindergarten aus vielen Perspektiven und von den verschiedensten Leuten.

Eltern, Erzieher, Befürworter, Gegner und viele mehr kamen zu Wort.

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Magisches Stillen

“Jede Frau in diesem Raum kann stillen.”

Schweigen.
Neugierig blicken wir alle mit verschieden groß gerundeten Bauchbällen auf unsere Dozentin, eine Hebamme.
In mir breitet sich Begeisterung und Vertrauen aus.
Ein grenzenloses Vertrauen in meinen Körper, in meine Brüste. Das die nächsten sechs Jahre-bis heute anhält.
Freude über das Statement.
Ja ich kann stillen!
Danke für diese Aussage in einem Nachmittags-kurs über das Stillen.

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Geh aus dem Haus, geh aus dir raus! Mach einfach mal was nur für dich!

Einfach mal nur an dich denken und ein Seminar belegen, das tut so unendlich gut und lässt dich innerlich einen Meter mindestens wachsen.

Hier teile ich meine Eindrücke vom vergangenen Wochenende mit euch, an dem ich an einem Clownsseminar teilnehmen durfte. Unendlich viele Danke an Thaddäus! Für Kindersitting und Hauscleaning und Geburtstagspartyvorbereitungen!

Dank dir durfte ich einfach Mensch sein, Clown sein, mal wieder nur ich sein. Ohne “ich plus Kind”, wie ich mich die letzten Jahre immer definiert habe.

Clown sein.

Lustig sein.

Betrachtet werden, Beifall kriegen.

Weinen Lachen, Gefühle haben, Gefühle zeigen, Gefühle übertreiben.

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Die Spielzeug-Welle wird zur Flut und überschwemmt das Haus

“Mama, gehen wir heute in den Spielzeugladen?”
Janoschbär hängt an meinem Bein und deutet wild nach rechts.
Ach Mist, falsche Straße ausgewählt. Wir hätten einfach schon früher einen Bogen gehen sollen, warum hab ich da nicht drangedacht?
Ein Blick in den Kinderwagen. Mikamaus und Kolibri sind eingeschlafen. Eigentlich ein perfekter Zeitpunkt.
“Hast du deinen Geldbeutel dabei, Janoschbär?”
“Ja!”
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Lasst die Kinder an die Kameras!!!

“Ach guck mal die können wir löschen, da hat der Janoschbär mal wieder fotografiert!”
Ich beuge mich über das Display und sehe mir die Bilder an.
150 mal die Baumwipfel, teils verschwommen, teils scharf.
Steine, Bäume, Wolken.
Mir unbekannte Menschen auf einem Waldweg.
Ich, wie ich mir die Trage mit Kind auf den Rücken packe.
Mmmh interessant mich einmal von hinten zu sehen.

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Nimm dein Kind aus dem Kindergarten und genießt die Freiheit!

Ein Blick nach unten, mein Bauch rundet sich.
Bald werde ich meine Füße nicht mehr sehen können.
Mit dem Sichtbar werden und Wachsen meines Bauches kommen die Fragen:
“Wirst du dein Kind impfen?”
“Möchtest du Babykleidung haben?”
“Wann wirst du deine Ausbildung fertig machen?”
“Kommt das Kind dann in die Krippe?”

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