Und was sagen die Leut´?

Täglich wurde in meiner Kindheit beim Mittagessen das Lexikon zu Rate gezogen. Wir kamen zusammen, unterhielten uns über alles Mögliche und mindestens einmal sprang mein Papa auf um sich aus den 24 Bänden das Richtige heraus zu greifen und nachzuschlagen. Heute ist es eigentlich ähnlich nur dass eben mit der Suchmaschine im Internet gesucht wird. 
Aus diesem Nachschlagen entwickelten wir ein lustiges Spiel, das ich euch hier beschreiben möchte. Ich würde mich freuen wenn ihr damit soviel Freude habt, wie wir es hatten und haben werden wenn unsere Kinder älter sind. 
Seid ihr mindestens drei Spieler, kann es losgehen. Je mehr, desto besser. Vielleicht kennt ihr Dixit, das Spiel geht ähnlich: Einer sucht aus einem Lexikon oder auch Wikipedia ein Fremdwort aus, von dem er denkt, dass es niemand kennt. 
Er nennt seinen Mitspielern das Wort und schreibt die Erklärung des Wortes auf einen Zettel. Außerdem schreibt jeder Mitspieler eine selbsterfundene Definition des Wortes auf einen Zettel. Sie sollte sich von der Formulierung her anhören, als würde sie einem Lexikon entstammen. 
Wer fertig ist, gibt seinen Zettel an den, der das Wort ausgesucht hat. 
Dieser liest nun die Erfundenen und die richtige Definition in selbstgewählter Reihenfolge vor. 
Alle raten gleichzeitig welche die richtige Definition ist. Dies könnte wie bei Dixit durch kleine Zettel gemacht werden, auf die man die Zahl der vorgelesen Reihenfolge schreibt. Oder wie bei Schere, Stein, Papier mit Anzahl der Finger, die alle auf ein Kommando anzeigen. 
Nun werden Punkte vergeben. Wird deine Definition für die Richtige gehalten, bekommst du einen Punkt. Rätst du die richtige Definition bekommst du ebenfalls einen. 

Ein zweites Sprachspiel, mit dem wir einen Heidenspaß hatten ging so:
Gespielt werden kann ab zwei Personen. Lustiger ist es allerdings ab vier ungefähr. Ihr schreibt auf ein DIN A 4 Blatt in fünf Spalten:
WER WAS WIE WO WAS SAGEN DIE LEUT´
Nun füllt jeder reihum eine Spalte und knickt das Blatt dann, so dass der Nächste nur eine leere Spalte vor sich hat ohne zu sehen was schon darin steht. 
Ein Beispielsatz, der dann entstehen könnte:
„Der Bürgermeister springt pupsend im Tiergarten. Die Leut sagen: „Früher war alles besser!“

Ich wünsche euch große Freude mit den beiden Spielen! 

Dieser kurze Artikel von mir zu Sprachspielen ist in der aktuellen Freilerner-Zeitschrift auf Seite 57 zu lesen.

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