Lasst die Kinder an die Kameras!!!

“Ach guck mal die können wir löschen, da hat der Janoschbär mal wieder fotografiert!”
Ich beuge mich über das Display und sehe mir die Bilder an.
150 mal die Baumwipfel, teils verschwommen, teils scharf.
Steine, Bäume, Wolken.
Mir unbekannte Menschen auf einem Waldweg.
Ich, wie ich mir die Trage mit Kind auf den Rücken packe.
Mmmh interessant mich einmal von hinten zu sehen.


Schön, dass ich überhaupt mal auf den Bildern drauf bin!
Immer öfter macht er mit zwei, drei, vier und jetzt fünf Jahren richtig tolle Bilder.
Ausschnitte aus unserem Leben.
Momente mit seinen Geschwistern, die er erlebt hat, die ich gar nicht mitbekommen habe.
Aus seiner Froschperspektive von unten.
Oder seine Beine mit dem Raum.
Wundervoll seine Sicht auf die Welt gezeigt zu bekommen!
Kinderzeichnung ist erforscht von vorn bis hinten, aber was ist mit der Kinderfotografie?
Erst seit es Digitalkameras gibt ist es ja überhaupt möglich ein Kind 200 Bilder am Stück machen zu lassen um sich auszuprobieren.
Als ich mit zehn begonnen habe zu fotografieren ist mein komplettes Taschengeld für die Entwicklung der Fotos draufgegangen.

Zu Weihnachten bekam er von seiner Großmutter eine Kidzoom-Kamera.
Die Qualität der Bilder ist leider wahnsinnig schlecht.
Dunkel, verwackelt und farblos sind die Fotos.
Jedoch gibt es eine tolle Stop-Motion-Funktion, bei der man das vorherige Bild durchscheinend im Hintergrund sieht um die Bewegung der Figur
abstimmen zu können.
In Kombination mit der “Trickfilm Werkstatt” (Eine Ideenbox für Stop Motion Filme) haben wir schon tolle Videos gedreht, die von der Kamera noch mit
Musik unterlegt wurden.
Da allerdings die Qualität so schlecht ist würde ich eher zu einer günstigen Digitalkamera tendieren.
Eine Stop-Motion-App lässt sich sicher auch für das Handy finden.

Neulich habe ich eine Reverse-App installiert.
Die hat drei Tage Spaß gebracht!!!
Was haben wir gelacht, als das Glas beim Trinken voller wurde,
das Schneckenhaus beim Zertreten wieder ganz,
eine zersprungene Eisplatte sich wie durch Zauberhand zusammengefügt hat,
Nils die Rutsche hochgerutscht ist und auf den Schrank gebeamt wurde.

Ich frage mich auch was es mit dem Selbstbild der Kinder macht, wenn sie sich meist mehrmals täglich
auf Fotos und Videos selbst betrachten?
Es macht ja immer etwas mit einem wenn man sich selbst auf Fotos sieht oder die eigene Stimme im Video hört.

Hier findet ihr unsere eigene Compilation von unserem Spaß mit der Reverse-App.

Hier findest du die Trickfilm Werkstatt, mit der wir schon tolle Stop-Motion Filme gedreht haben:
Trickfilmwerkstatt: So drehst du Animationsfilme mit Handy oder Digitalkamera

Und hier gibt es die Digitalkamera für Kinder, die runterfallen und nass werden kann und
deren Stop-Motion Einstellung wir toll finden:
VTech – Kidizoom Pix

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