Drei Kinder-Drei Inseln-Sieben Wochen mit Handgepäck

Mikamaus gräbt im Sand.
Kolibri setzt ein Füßchen vor das Andere. Angestrengt, Konzentriert, Stolz, jauchzend, überglücklich.
Ihre ersten Schritte.
Janoschbär wühlt seit Stunden mit einem neugewonnenen Freund im Sand.

Ich bin so unglaublich dankbar, dass wir diese sieben Wochen für uns als Familie haben dürfen.
Dass wie hier sind, auf der nun dritten Insel, El Hierro.
Sie ist so bizarr und wunderschön mit ihrem bunten Vulkangestein.
Wackere Pflanzen krallen sich in jeden Krümel nutzbare Erde und halten dem Wind stand. Sie überleben obwohl es kaum regnet.
Die Temperaturen sind einfach nur angenehm. Perfekt.
Kolibri schläft am liebsten nackt und aufgedeckt.
Ach für die Kleinen ist es so herrlich, wenn sie nicht dauernd angezogen werden müssen.
Wir sind zwar nur mit Handgepäck unterwegs, haben jedoch immer noch Zuviel Kleidung dabei.
Nackt am Strand brauchen die Kinder kaum Kleider und möchte man etwas waschen, ist es nach zwei Stunden in Wind und Sonne getrocknet.

Reisen fördert riesige Entwicklungsschritte bei den Kindern.
Wir sind ja schon immer viel gereist.
Thaddäus und ich.
Nils, und wir zwei.
Mal zu viert und nun zu fünft.
Das beobachten wir nun seit fünf Jahren, dass neue Eindrücke neues Können hervorrufen.
Die kleine Kolibri spricht die ersten Worte. Sie läuft und behauptet sich in kleinen Streits gegenüber ihren Brüdern. Sie ist so bildschön: knackigbraun mit weißblondem Haar.
Mikamaus erzählt Witze und Geschichten, er klettert mit 28 Monaten seinem fünfjährigen Bruder über Vulkangestein hinterher.
Janoschbär rechnet ohne Unterlaß, lernt spanische und englische Worte. Er wandert ohne zu jammern. Leicht findet er neue Freunde und spielt stundenlang.

Mit Großeltern und Onkel genießen alle drei ihren besonderen Enkel und Neffen/Nichten Status.
Weihnachtival im Familienkreis ist für alle ein seeeehr gemütliches Fest.
Seit letztem Jahr haben wir es etabliert, statt wochenlangem Geschenke-und Verpackungsstress uns gegenseitige Workshops zu schenken.
Dadurch ist das Fest ein unwiederbringliches, besonderes, spaßiges Ereignis geworden.
Die Krönung dieses Jahr war die Eis-Tombola von meinem Papa, wo wir 19 verschiedene Eissorten von der leckeren Natur-Eisdiele gelost haben und jeder auch mal neue Sorten wie Orange-Ingwer oder Frischkäse-Keks probiert hat.

Ich liebe es zu sehen, wie die Kinder gemeinsam spielen, zu dritt zusammenwachsen in der Fremde.
Ihre nackten, braunen Körper in der grenzenlosen Natur strahlen Lebendigkeit, Freiheit und Glück aus.

Thaddäus und ich fühlen uns genauso wohl. Lockere Bekanntschaften am Strand erfüllen uns genauso wie tiefgehende Freundschaften, die entstehen.
Thaddäus schreibt in jeder freien Minute, meist auch nachts, an seinem Fantasy-Buch.
Ich liebe es zu kochen mit allem für mich Neuen was hier verfügbar ist.
Daraus soll nun ein Valle-Kochbuch entstehen. Ein Gesamtkunstwerk gefüllt mit Fotos von Gomera, Selbsterfundenen Geschichten für Kinder und Spielen. Eine Bereicherung für jeden Gomera-Familien-Urlaub.

Mit AirBnB haben wir für Übernachtungen mal wieder tolle Erfahrungen gemacht. Ein superliebes Willkommen mit Abholen von der Fähre und bereitgestellten Lebensmitteln. Was uns sehr geholfen hat, da es kein Taxi gab und keinen nahen Supermarkt.
In Teneriffa hat unser Host uns sogar unsere hinter dem Sofa vergessenen Pässe an die Fähre gebracht!

Auf der Hinreise im Flugzeug nahmen Thaddäus und ich uns vor, die Flugzeit mit den Kindern als absolute 100% ige Aufmerksamkeit den Kindern zu schenken.
Eine Zeit ohne Pflichten, Hausarbeit oder sonstige Ablenkungen. Bildschirme ließen wir bewusst ausgeschaltet und nahmen uns vor uns nichts dabei zu denken, dass andere Leute von der Lautstärke gestört sein könnten.
Es hat dann auch wirklich prima funktioniert und Spaß gemacht.
Wir hatten Bücher, Knete, Malsachen, Playmobilmännchen und Kamera zur Beschäftigung.

Juhu ab sofort könnt ihr uns bei Instagram finden!
Da gibt´s viele Bilder von unserer Reise!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.